Manchmal reicht ein einziger Trailer, und plötzlich fühlt man sich wieder wie vor zwanzig Jahren. Genau so ging es mir, als der erste lange Trailer zu Der Teufel trägt Prada 2 aufgetaucht ist. Madonna im Hintergrund und zack, ich bin wieder mittendrin im Runway-Universum. Whoop, Whoop! Heute gerade auf Modeschrei über die Neuigkeit gestolpert, passenderweise 😀
Ich habe den ersten Teil geliebt, wirklich geliebt. Nicht nur wegen der Mode, sondern wegen dieser kalten, messerscharfen Stimmung, die trotzdem irgendwie Spaß gemacht hat. Und jetzt, zwei Jahrzehnte später, fühlt sich alles vertraut an und gleichzeitig leicht verschoben. Andy kehrt zurück ins Runway Magazine, diesmal nicht als verunsicherte Assistentin, sondern als Features Editor. Und Miranda? Nun ja, Miranda erinnert sich nicht mal an sie. Diese eine Szene im Trailer hat mich mehr getroffen als gedacht. Nach allem, was war, ist Andy für sie offenbar nur eine weitere Emily geblieben. Bitter, aber irgendwie auch konsequent.
Was mich aber komplett aus der Bahn geworfen hat: Meryl Streep. Ehrlich, wie macht sie das? Sie steht da, perfekt gestylt, eisiger Blick, und wirkt kein bisschen gealtert. Während ich inzwischen überlege, ob ich mit Tagescreme oder Nachtcreme starten soll, läuft sie als Miranda Priestly herum, als wären keine Jahre vergangen. Unfair, aber beeindruckend.
Der Trailer deutet auch an, dass es diesmal stärker um den Niedergang der Printmedien geht, um Macht, um Anpassung, um das Überleben in einer Branche, die sich ständig neu erfinden muss. Nostalgie trifft Realität, und genau das macht mich so neugierig.
Ich bin gehypt, keine Frage. Und ein bisschen nervös auch. Aber wenn der Film nur halb so scharfzüngig wird wie der Trailer, dann sitze ich 2026 fix im Kino, Popcorn inklusive, und hoffe, dass Miranda wieder sagt, was wir uns alle nie trauen.