Sicher hat das der eine oder andere erlebt, wenn ihr aus dem Kino kommt, alle um euch herum begeistert sind und ihr euch fragt, ob ihr gerade denselben Film gesehen habt wie sie? Auf die Art, WTF? Dieses seltsame Schweigen, während man nach Worten sucht, um nicht sofort als Kulturbanause abgestempelt zu werden.
Genau so ging es mir bei Black Panther. Ja, starke schauspielerische Momente. Ja, visuell opulent. Aber das reicht nicht, um aus einem soliden Marvel-Film ein angebliches Meisterwerk zu machen. Und dann noch eine Oscarnominierung für Bester Film. Ehrlich, da hab ich endgültig die Academy innerlich abgehakt. Der Plot war Standard-MCU, das CGI stellenweise hässlich, und die hochgelobte politische Dimension wirkte auf mich eher unausgereift.
Ähnlich ging’s mir bei Avatar: The Way of Water. Technisch atemberaubend, Unterwasserszenen wie gemalt. Aber drei Stunden? Für eine Geschichte, die man in fünf Sätzen zusammenfassen kann? Keine Figur blieb mir im Gedächtnis. Und das ständige Hin und Her, Kinder entführt, Kinder gerettet, Kinder wieder entführt… es fühlte sich an, als hätte jemand den Repeat Knopf gedrückt. Mördermässig GÄÄÄÄHN!
Ich weiß, solche Meinungen klingen oft wie blanke Provokation. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ich liebe Kino. Ich will begeistert werden, überrascht, bewegt. Aber manchmal verlässt man den Saal und merkt: Der Film hat sich mehr auf Hype und Schauwerte verlassen als auf Substanz.
Vielleicht liegt es auch daran, dass wir in einer Zeit leben, in der der Eventcharakter oft über die eigentliche Geschichte triumphiert. Der große Name, die große Marke, der gigantische Werbezug und irgendwo dazwischen geht das Herz verloren. Ich frage mich oft, ob diese Filme in zehn Jahren noch dieselbe Strahlkraft haben werden. Oder ob sie leise im Archiv verschwinden, verdrängt von der nächsten großen Welle.